Home

Walter Moritz, geb. 1933, stammt aus Bielefeld. Er wuchs in der Paulusgemeinde auf und besuchte die Volks- und Mittelschule in Bielefeld. Schon früh war er in der Gemeindearbeit tätig. Nach einem Jahr Krankenpflege in Bethel ging er von 1952-1959 zur Ausbildung als Missionar nach Wuppertal. Das theologische Studium absolviert er bei der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal und an der Universität in Bonn. Ein Vikariat in Siegen schloß sich an. Anschließend ging er noch für ein Semester zur Missionsakademie nach Hamburg., wo er an der dortigen Universität die Grundbegriffe des Afrikaans erlernte.

November 1960 erfolgte seine Ausreise nach Südwestafrika, dem heutigen Namibia. In Swakopmund begann er mit dem Studium der Hererosprache bei dem Ravensberger Missionar Hermann Rethemeyer. Ebenfalls erlernte er dort die Anfänge der Namasprache (Khoekhoegowab). Von April bis August 1961 übersiedelte er nach Usakos zur Vertiefung der einheimischen Sprachen. Danach folgte ein Aufenthalt am Kap in Südafrika in Wellington und Wupperthal zum weiteren Studium des Afrikaans.

Nach einem halben Jahr praktischer Gemeindearbeit in Gobabis folgte er dem Ruf zurück nach Wupperthal / Kap und war dort von 1962 -1965 als Pastor für die Gemeinde der Farbigen tätig. Hier bereitete er die Gemeinde vor zur Übergabe an einen einheimischen Pastor.

Missionar Moritz versuchte die Gemeinden, die zur ELCRN gehörten zu verselbständigen und den Pastoren zur Zeit der Apartheid ein Selbstbewusstsein zu geben. Bei den Topnaar am Kuiseb baute er mit ihnen 1969 eine kleine Kirche in der Wüste. Besonders lagen ihm die Kinder am Herzen. Für sie wurden Volkstänze und Lieder übersetzt. So ist es zu verstehen, dass er zur Examenskommission am Kindergartenseminar in Karibib gehörte.

Darüber hinaus interessierte ihn die Geschichte des Landes und besonders die Namasprache (Khoekhoegowab). Ein Übungsbuch „Nama im Gespräch“ wurde herausgegeben. Viele Artikel über die Geschichte entstanden aus seiner Feder. Die Zahl der Hefte seiner Schriftenreihe „Aus alten Tagen in Südwest“ sind auf 25 angestiegen. Da er das Archiv der Rheinischen Mission bei der ELCRN in Windhoek ordnete, hatte er die Quellen direkt vor Augen. So hielt er immer wieder Vorträge über Land und Leute. Das geschieht bis zum heutigem Tage, nachdem er 1972 aus Namibia zurückkehrte. Er war bis zu seiner Pensionierung 1995 Pfarrer in Spenge (19 Jahre in der Gemeinde Wallenbrück) und wohnt seit 1991 in Werther/Westfalen.

Eine Zusammenstellung der bibliographischen Angaben zu Gedichten, Texten und Büchern wurde schon im Jahr 1977 begonnen und dann immer wieder erweitert 1993, 1996 und 1999. Die letzte Überarbeitung erfolgte 2018 in Werther. Gleichsam wurden zu meinem 85. Geburtstag nun die literarischen Erzeugnisse zusammen gefasst.

Aktuell:

Das neue Buch Volksgruppen und Geschichte Namibias ist am 19.5.2025 erschienen. Eine neue, kurze Geschichte Namibias mit einem Überblick über die vielen indigenen Volksstämme. Eine kenntnisreiche Einführung in die geschichtliche Entwicklung bis zur Selbstständigkeit.

Das Buch ist hier zu bestellen.

Walter Moritz

+49 (0)5203 9025769‬

wa-moritz@t-online.de